EB-Archiv


EB_Zeitschrift_04_2015Zeitschrift EB 4/2015

WillkommensBildung

Aus der Redaktion

Alljährlich treffen sich im Oktober Beirat und Redaktion der Erwachsenenbildung, um gemeinsam die Themen für das darauffolgende Jahr zu besprechen. Dabei werden Ideen vorgeschlagen, gesellschaftliche und kirchliche Felder reflektiert, aktuelle Entwicklungen berücksichtigt. Eine lange Liste entsteht, die präzisiert, diskutiert und konkretisiert wird. Ganz anders beim Thema das vorliegenden Heftes: Im Oktober 2014 hörten wir wöchenlich von Hunderten Menschen, die im Mittelmeehr auf ihrem Weg nach Europa ums Leben kommen. Wir sahen mit Entsetzen die Untätigkeit der europäischen Länder, die sich in Nichtverantwortung zurückgezogen haben. Unser aller Betroffenheit ließ unmittelbar entscheiden, dass wir die flüchtenden Menschen in diesem Heft in den Blick nehmen.

Trotz der täglichen Nachrichten zu Problemen in der Unterbringung, dem Ringen um finanzielle Mittel, der Situation unbegleiteter Jugendlicher, dem hohen ehrenamtlichen Engagement, aber auch den Übergriffen auf Flüchtlingsunterkünfte und der Angst vor Fremden lässt der Blick in das Vorjahr begründete Hoffnung wecken. Europa ist es zumindest aktuell gelungen, das Sterben im Mittelmeer deutlich zu verringern. Veränderungen in Europa sind möglich. Die Ungeduld und der Druck der Europäerinnen und Europäer sind dafür der Motor. Deshlab lohnt sich ein Engagement auf allen Ebenen.

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EB_3_2015Zeitschrift EB 3/2015

Die Kunst der Gastfreundschaft

Aus der Redaktion

Die jährlichen Mitgliederversammlungen der KEB Deutschland, Herausgeberin diese Zeitschrift, finden immer an wechselnden Orten statt, meist in katholischen Akademien. So lernt man die vielfältige Landschaft katholischer Erwachsenenbildung kennen. Manchmal muss man durch die ganze Republik fahren – und manchmal eben nicht. In diesem Jahr hatte die katholische Akademie „Die Wolfsburg“ in Mülheim an der Ruhr eingeladen. Für den Redakteur dieser Zeitschrift ein Glücksgrif, liegt das schöne Haus am Waldrand doch nur ein paar Meter von seinem Zuhause entfernt. Die Tagung ist nicht nur Ort für Entscheidungen und Wahlen, sondern auch für Berichterstattung über die Arbeit. Zehn Minuten „Aus der Arbeit der Zeitschrift Erwachsenenbildung“ sind immer fester Bestandteil des Programms. Diesmal war das Zeitverhältnis Anreise:Redezeit fast gleich. Da gab es schon viel schlechtere Quotienten.

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EB_2_2015Zeitschrift EB 2/2015

Lernprozesse – Fokus Grundbildung

Aus der Redaktion

„Was steht auf der Tageskarte?“ Fragende Gesichter. „Draußen, vor der Tür steht eine Tafel mit den Tagesgerichten!“ Das EB-Redaktionsteam hat sich gerade zur Sitzung in einem Lokal im Frankfurter Fernbahnhof getroffen. Es ist Mittagszeit, alle haben Hunger, und wir wollen schnell anfangen. Da hilft nichts, einer muss los. Aufstehen, den ziemlich weiten Weg zu dieser Tafel nehmen, die ganz old school aussieht. Die faul Sitzengebliebenen witzeln schon: „Na, wird er sich alles merken können?“ Richtig lernen zu könne, Dinge zu behalten und sie anschließend überzeugend zu kommunizieren, das sollte schließlich zum Kompetenz-Set eines jeden Erwachsenenbildners gehören. Nach einer Weile ist der ausgesandte Lerner zurück. „Und?“ Ein Blick zur Decke: „Äh, was mit Fisch, und das andere, glaub ich, Fleisch!“ Keine metakognitiven Strategien angewandt? Keine Bildmarken memoriert, keine emotional-biografische Parallelen geladen? „Leute, nehmt einfach Menü eins, das hört sich lecker an.“ Alle stimmen zu. Vertrauen statt Wissen ist manchmal die beste Strategie.

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EB_1_2015Zeitschrift EB 1/2015

Ethik und Medizin

Schon seit vielen Jahren fertig der Karikaturist Gerhard mester eine passende Zeichnung zum jeweiligen Heftthema an. Die Bildidee entsteht in einem wechselseitigen Prozess: Der erste Vorschlag kommt meist von uns, er modifiziert und setzt die Zeichnung dann in einem unnachahmlichen Stil um. Das funktioniert deswegen auch so gut, weil die EB aktuelle Themen aus Kirche und Gesellschaft im Blick hat. Bei der letzten Ausgabe nun ging um „Vielfalt“. Plötzlich rief er bei mir an: „Kann es auch was mit Papst Franziskus sein?“ Er sei gerade im Papst-Flow, weil er ein Buch beim Benno-Verlag herausbringt. Klar, papst geht immer. Und so ist in unserer letzten Ausgabe eine Karikatur mit dem Papst als Bildungswerk-Dozenten und pünktlich vor Weihnachten das neuen Buch „Mensch, Franziskus“ (Benno-Verlag, 6,95 €) erschienen.

Michael Sommer

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EB 4-2014Zeitschrift EB 4/2014

Vielfalt erhalten

Es gibt sie, die richtig schönen Momente im Arbeitsleben. Wenn ein gelungenes Heft noch handwarm aus der Druckerei kommt oder ein lang zugesagter Artikel auf dem Tisch liegt. Neulich war wieder so ein Augenblick: Redaktionskollege Sebastian Lerch, bis dato wissenschaftlicher Mitarbeiter in Bamberg, vermeldete, dass er eine Juniorprofessur an der Universität Würzburg erhalten hat – just als Nachfolger unserer Redaktionskollegin Regina Egetenmeyer-Neher. Allgemeine Freude in der Runde. Doch damit nicht genug: Vater ist er zugleich auch geworden! Die Arbeit für die Erwachsenenbildung hat der doppelt Glückliche, der kurz zuvor noch unser Themenheft „Glück und Lebensqualität“ (Heft 2/2014) konzipiert hatte, dennoch nicht vergessen und eine kritische Rezension über eine Festschrift für den Kompetenzforscher Volker Heyse verfasst (s. Seite 50).

Michael Sommer

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EB 3-2014Zeitschrift EB Heft 3/2014

Sozialraum

Der Sozialraum der EB-Redaktion ist ein Lokal im futuristischen Frankfurter Flughafenbahnhof. Wir kommen aus Nord und Süd, sitzen viele Stunden im ICE für gemeinsame kreative Stunden. Während unten die Züge zischen, diskutieren wir oben über Trends und Themen. Manchmal genüsslich akademisch, manchmal ganz praktisch über Autoren/-innen und Bildserien. Und dann kommt der Moment, vor dem sich alle fürchten – der Countdown, wenn der letzte Cappuccino getrunken ist. TERMINE! Die Kalender werden aufgeklappt: 35. Woche, Dienstag – Niete. 37. Woche, Donnerstag – Niete. Manchmal ein vereinzelter Treffer, aber dann kann wieder jemand nicht. Gut, dann 39. Woche, Freitag, von 15.35 bis 18.15 per Skype. O.K. Termin-Schiffeversenken beendet. Dann nächstes Mal kein schöner gemeinsamer Sozialraum mit Cappuccino.

Michael Sommer

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EB 2-2014Zeitschrift EB Heft 2/2014

Glück und Lebensqualität

Wer mit der Redaktion einer Zeitschrift beschäftigt ist, der muss gelegentlich schon mit unvermittelten Anrufen rechnen. „Jetzt weiß ich, was für mich das Glück ist!“ Jane Dunker kommt aus Indonesien und ist die Fotografin, die dieses Heft mit ihren Bildern bereichert hat. Lange haben wir im Vorfeld schon darüber gesprochen, wie das Thema bildlich dargestellt werden kann: Bloß keine kitschverdächtigen Symbole wie kleine Schweinchen oder Hufeisen, keine inszenierten Werbebilder, keine Klischees. Aber was dann? Eines Morgens ihr Anruf:“Meine Einwanderungsurkunde!“ Nun, wir reden noch eine Weile und sind uns einig: Ohne politische Rahmenbedingungen ist der Moment des Glücks nur ein kurzes Feuer im Dunkeln. Ein glückliches Leben braucht gute Verhältnisse!

Michael Sommer

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EB 01-2017Zeitschrift EB Heft 1/2014

Leitaspekte kirchlicher Erwachsenenbildung – ökumenisch gedacht

Sechzig Jahre gibt es unsere Zeitschrift jetzt schon – ein guter Anlass, dass Layout einer kleinen Überarbeitung zu unterziehen. Mithilfe eine Grafikers haben wir uns um große Entwürfe und kleine Details gekümmert, um die richtige Balance zwischen dem Erhalt des Gewohnten und sichtbarer Erneuerung zu finden. Gar nicht so einfach. Wir hoffen, es gefällt Ihnen! Zum Jubiläum haben wir auch Experten/-innen gebeten, ihre Vision über die Zukunft der Erwachsenenbildung abzugeben. Prof. Dr. Rolf Arnold macht den Anfang. Als wir das Heft auf einer Sitzung in Frankfurt konzipierten, entwickelte sich bald eine lebhafte Diskussion: Was ist eigentlich „katholische“, was ist „evangelische“ Erwachsenenbildung, und wo lässt sich da Ökumene einordnen? Die Idee war geboren, einen solchen Dialog von zwei Bildungsprofis führen zu lassen und hier als Beitrag abzudrucken. So trafen sich Dr. Martin Bock und Dr. Hermann -Josef Heinz in der Melanchton-Akademie in Köln und lieferten sich unter einem Bild von Melanchton eine spannende Diskussion, die so viel Einheit dokumentierte, dass man sich fragen kann: Wo ist das Trennende? Mit dabei Petra Herre, die als ehemalige Redakteurin der Zeitschrift der evangelischen Erwachsenenbildung „forum Erwachsenenbildung“ dieses Heft wesentlich mitgestaltet hat.

Michael Sommer

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EB 0-2013Zeitschrift EB 4/2013

Friedensbildung

Frieden? Da war doch mal was: Nato-Doppelbeschluss, Ostermärsche, Joan Baez – lange her. Brauchen wir die Friedensbewegung nicht mehr? Der bekannte Friedensforscher Dieter Senghaas sagt treffend im Vorwort seines neuen Buches Frieden hören, dass heute nicht mehr für die Anliegen der Friedensforschung elementar geworben werden muss. In allen Bildungsbereichen hätten die Themen der Friedensarbeit Einzug gehalten. Frieden zu fordern ist keine Protesthaltung mehr, sondern gehört zum Bildungsselbstverständnis. Wie aktuell das Thema ist, zeigt sich an den derzeitigen Bemühungen, in Kriegsregionen wie Afghanistan Strukturen einer Erwachsenenbildung zu etablieren. Unsere Autorin Katarina Popovic war selbst vor Kurzem dort, um eine Bildungseinrichtung auf den Weg zu bringen. Wir konnten sie gerade erwischen, als sie von einem ähnlichen Einsatz in Usbekistan zurückkam, um sie um einen text für dieses Heft zu bitten. Frieden braucht Einsatz, aber möglichst keinen militärischen!

Michael Sommer

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EB 3-2013Zeitschrift EB 3/2013

Sterben, Tod und (Un-)Endlichkeit

Als wir dieses Heft planten, hatten wir uns vorgenommen, den Bestatter Fritz Roth um einen Beitrag zu bitten. Seine neue Art, mit dem Sterben und der Trauer umzugehen, hatte uns inspiriert, sich näher mit diesem Thema zu befassen. Dazu ist es leider nicht mehr gekommen; denn Fritz Roth ist selbst überraschend an Krebs gestorben. Zu seinem Gedenken haben sich nun seine Kinder bereit erklärt, einen Text über die besondere Lebensleistung des Vaters zu verfassen. Ebenso bewegend ist das Interview mit Theologieprofessor Albert Biesinger, der selbst ein Nahtoderlebnis hatte und darüber hinaus ausführlich berichtet. Wir sehen. der Tod umgibt unser Leben – mehr als wir denken. Eindrucksvoll ist auch die Analyse von Andreas Kruse über den Umgang mit dem Tod in der Geriatrie und am Beispiel von Johann Sebastian Bach. Dieter Nittel bricht das Thema hingegen auf die Arbeit der Erwachsenenbildung herunter, und zahlreiche Beispiele aus der Praxis illustrieren die Vielfalt der Arbeit vor Ort.
Bei der Konzeption des Heftes hat die Kommission Altenbildung der KEB wesentlich mitgewirkt. Wertvolle Einblicke in die Arbeit eines Hospizes hat mir dankenswerter Weise Johannes Kevenhörster, Leiter des Hospizes St. Hildegard in Bochum, gegeben.

Michael Sommer

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EB 2-2013Zeitschrift EB 2/2013

Körper und Ästhetik

„Wer schön sein will muss leiden“ – Wer sich die Texte in diesem Heft durchliest, wird merken: Es gibt viel Leid um den Leib. Die Artikel in der Rubrik „Thema“ beschäftigen sich hauptsächlich mit wissenschaftlich-theoretischen Fragestellungen rund um den Körperkult: Otto Penz und Robert Gugutzer sind bekannte Autoren auf diesem Feld, Ingrid Pfeiffer beleuchtet das Thema aus der Perspektive Ethik und Bildung, während Volker Caysa einen philosophischen Ansatz hat. Die Umsetzung in der Erwachsenenbildung wird hauptsächlich in den Praxis-Artikeln dargestellt. Hier werden auch die rollenspezifischen Aspekte deutlich.
Außerdem beginnen wir mit dem Heft eine kleine Reihe über Institutionen der katholischen Erwachsenenbildung und drucken einen nachdenklich machenden Text über Rechtsextremismus im katholischen Milieu und die Möglichkeiten, diesem mit Erwachsenenbildung zu begegnen, ab.

Michael Sommer

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EB 1-2013Zeitschrift EB 1/2013

Ehrenamt/Freiwilliges Engagement

Warum soll man sich freiwillig engagieren? Das Leben mit seinen vielen Verpflichtungen rund um Beruf und Familie ist schon anstrengend genug. Aus den Statistiken lernen wir. Das reicht vielen Menschen nicht. Der Wunsch nach erfüllender, sinnvoller Tätigkeit ist bei vielen groß, und auch an Gelegenheiten und Strukturen mangelt es nicht, unter den vielen Möglichkeiten des Engagements etwas Passendes herauszufinden.
Die Autor/-innen dieses Heftes gehen das Thema aus unterschiedlicher Perspektive an: aus der Sicht der Erwachsenenbildung (Sandra Habeck), Theologie (Judith Könemann) und Sozialforschung (Thomas Gensicke). Hinzu kommt ein Beitrag von Ute Paulweber aus Österreich. Die EB greift zwar schon immer Themen aus Österreich auf, aber ab dieser Ausgabe steuert das Forum Katholische Erwachsenenbildung immer rund vier Seiten bei. Wir freuen uns auf eine gute Kooperation und auf die Erweiterung unseres Blickfelds! Neu ist außerdem eine Seite direkt nach dem Editorial, auf der die wichtigsten Aspekte des jeweiligen Themas schlaglichtartig beleuchtet werden, damit die Leserinnen und Leser einen kompakten Überblick erhalten können.

Michael Sommer

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