EB – Aktuelle Ausgaben


Zeitschrift EB 1/2018

Demokratieentwicklung

Unsere Kultur ist christlich geprägt, auf diesen gemeinsamen Nenner könnte man sich wohl mit noch so radikalen Kirchenkritikern einigen. Ein lebendiger Beleg dafür findet sich im Rathaus von Oberhausen im Rheinland, wo die Bildserie in diesem Heft entstand. Die Stadt ist geprägt von jahrzehntelanger roter Lokalpolitik. Im wunderschönen Art-Deco-Rathaus befördert seit 1919 gleichwohl ein Paternoster die Stadtverordneten sicher und ohne, dass Stoßgebete nötig wären, mal nach oben, mal nach unten. 2015 drohte dem “Personenumlaufaufzug” das Aus, weil eine Sicherheitsverordnung des Bundesinnenministeriums der Christlichen Union kostspielige Sicherungsmaßnahmen notwendig gemacht hätten. Nach heftigen Protesten wurde die Bestimmung zurück genommen. Nun genügt ein Schild, das auf die Gefahren bei der Nutzung des Paternosters hinweist. Gott sei Dank.

Den Namen “Paternoster”hat der ufzug übrigens vom Rosenkranz, bei dem die Gebetsperlen ähnlich wie die Kabinen miteinander verbunden sind.

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Zeitschrift EB 4/2017

Generationen lernen

Zitieren und zitiert  werden, das ist der eiwige Kreislauf der Wissenschaft. Die kleinen Fußnoten, diese unscheinbaren Nümmerchen und die höchstens in sieben Punkt gedruckten Literaturhinweise: Wer niemals mit seinem noch so wissenschaftlich wertvollen Werk Zugang zu einem solchen Appendix bekommt, der hat in der Welt der Gelehrsamkeit für alle Zeit verloren. Diese Arbeit wird höchstens in der Bibliothek der vergessenen Bücher Platz finden. Nur per Zitationsfortpflanzung wird das Wissen von (Buch-)Generation zu Generation weitergegeben.
In diesen Heft kommen mit Veronika Thalhammer, Julia Franz und Irmgard Schroll-Decker drei Autorinnen zu Wort, die unterschiedlichen Stadien ihrer wissenschaftlichen Karrieren vertreten. Sie bilden hier quasi ein Mehrgenerationenheft. Für die Erfahrenste mit der längsten Publikationsliste ist die Zitationswahrscheinlichkeit am höchsten. Das sieht man schon daran, dass sie bei uns im Praxisteil sogar mit einem Eingangszitat zu einem Beitrag geehrt wird – was sonst nur Weltverbesseren oder Päpsten vorbehalten ist. Das weise Alter zählt in der Wissenschaft also noch etwas!

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Zeitschrift EB 3/2017

Sinnsuche

Wallfahrt, etwas unromantisch per Bus, zum heiligen Bruder Klaus in die Schweiz, der seinen 600. Geburtstag feiert. Als Friedensstifter, Eremit und Asket wird er bis heute verehrt. Ein Buch mit dem provokanten Titel “Was soll ich hier?” gibt Anlass zur Diskussion. Das ewige Brummen und Rumpeln des Setra mit seinen drei Millionen auf dem Tacho lässt kaum Tiefsinniges zu. “Gott!” brüllt es von hinten. “Anderen zu helfen, das ist doch der Sinn des Lebens”, merkt ein Kollege an, der sich bis dato ganz dem Baustellenstau auf der anderen Seite gewidmet hat. “Meditation, Klosterleben, Wallfahrten, Zen-Meditation – da suchen heute viele Menschen ihren Sinn im Leben.” Ein intensives Bremsmanöver unterbricht die Auseinandersetzung kurzzeitig. “Immer nur Altruismus, man sollte bitteschön auch dafür sorgen können, sein eigenes Leben nicht zu vergessen!” Der Kompromiss kommt von der Dame rechts: “Dann gibt es eben verschiedene Sinne zu verschiedenen Lebensabschnitten. Mal die Familie, der Beruf, die Entwicklung der eigenen Person….” Weiter kommt sie nicht. Der Küchenchef hat mit sich einer Platte voll köstlichem Wallfahrtskuchen vor den Diskutierenden aufgebaut: “Mit oder ohne Sahne?”

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EB_2_2017_01Zeitschrift EB 2/2017

Geschichte (in) der Erwachsenenbildung

Nachlässe können faszinierende Fundgruben sein, aber auch Schauplätze vieler einsamer Stunden in Archiven. Unser Autor Reinard Hohmann hat sich nach Bonn ins Deutsche Institut für Erwachsenenbildung (DIE) begeben, um dort die Dokumente von Prof. Franz Pöggeler zu sichten. Allein 2.176 Seiten Tagebucheinträge. Man ahnt, dass dies nicht unbedingt vergnügungssteuerpflichtig ist. Die Arbeit der beiden kann man nur bewundern: Der eine schreibt so viele wertvolle Gedanken und Ideen nieder – und der andere dechiffriert und interpretiert sie später. Pöggeler hat diese Wertschätzung acht jahre nach seinem Tod absolut verdient. Er war einer der prägenden Figuren der Erwachsenenbildung nach dem Krieg. Er hat nicht nur 1954 unsere Zeitschrift ins Leben gerufen, sondern auch drei Jahre später die Bundesorganisation der katholischen Erwachsenenbildung mitbegründet, die also in diesem Jahr als KEB Deutschland ihren 60. Geburtstag begeht. Dies alles hat uns bewogen, ein Heft zum Thema “Geschichte” auf den Weg zu bringen, mit Themen aus unserer eigenen Geschichte, aber auch mit der Vermittlung von Geschichte.

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EB 1/17Zeitschrift EB 1/2017

Nachhaltige Entwicklung

Der Treffpunkt unserer Beiratssitzungen sollte möglichst so gelegen sein, dass alle an einem Tag hin- und zurückreisen können. Da derzeit ein leichtes Übergewicht nord-westlicher Beiratsmitglieder besteht, wurde der Sitzungsort von Mainz nach Köln verlegt, in die Räume des Diözesanverbandes Köln der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung KAB. Hauptthema der Diskussion: die Gestaltung dieses Heftes über die nachhaltige Entwicklung. Sind die klassische Entwicklungshilfe und der Einsatz vieler Nichtregierungsorganisationen nur ein Instrument des Postkolomialismus und Ausdruck missionarischen Eifers? Werden ausbeuterische Marktstrukturen so zementiert statt aufgebrochen? Eine schnell arrangierte Telefonschalte nach Wien, zu unserem Partner in Österreich: Eine kritische und glaubwürdige Stimme – ja, die könnte aus Wien kommen. Die Argumente fliegen hin und her. In einer Ecke sind wie stumme Zeugen Materialien, Aufsteller und Transparente der KAB gelagert. Ungefragt gaben sie eine Antwort: Ja, es lohnt sich nicht nur, es ist unsere unbedingte Aufgabe, sich für Gerechtigkeit hierzulande und in der ganzen Welt zu engagieren!

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EB 4-16Zeitschrift EB 4/2016

Europäische Werte

“Die ökumenische Bewegung (von Ökumene, griech. oikoumene, Erdkreis, die ganze bewohnte Erde) ist eine Bewegung von Christen, die eine weltweite Einigung und Zusammenarbeit der verschiedenen christlichen Kirchen anstrebt”, heißt es bei Wikipedia. Nun, den ganzen Erdkreis haben wir nicht abgedeckt, aber immerhin ein kleines Restaurant im Fernbahnhof Frankfurt, regelmäßiger Treffpunkt unserer Redaktion. Planungssitzung für dieses Heft 4. Mit am Tisch: die inzwischen pensionierte Redakteurin der evangelischen Zeitschrift “forum erwachsenenbildung”, Petra Herre und die Leiterin der Evangelischen Arbeitsstelle Fernstudium im Comenius-Institut, Dr. Gertrud Wolf. Beide haben die Heftpatentschaften dieser Ausgabe übernommen, lieferten Ideen, fragten potenzielle Autoren/-innen an, arbeiteten bei der Redaktion des Heftes mit. Eine fruchtbare Arbeit, denn manche gewohnte Rubrik ist in dieser Ausgabe den vielen, reichhaltigen Beiträgen gewichen (die Rubriken Praxishilfen und Publikationen sowie Internetrecherche).

Wie der Kontakt mit den beiden Heftpatinnen zustande kam? Über langjährige Zusammenarbeit in europäischen Projekten. Europa schafft Ökumene, wenigsten im Fernbahnhof Frankfurt.

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EB 3-16Zeitschrift EB 3/2016

Teilnehmende

Es ist wie die Zusammenstellung eines guten Menüs: Welches Thema greifen wir als nächstes auf, wie komponieren wir deren Abfolge im Jahresverlauf? Gibt es aktuelle Fragen, die wir unbedingt bald bearbeiten sollten? Beirat und Redaktion unserer Zeitschrift verbringen manche kreative Stunde auf den Sitzungen, bis die Themen für die nächsten Ausgaben stehen. 2017 sind es historische Bildung, nachhaltige Entwicklung, Sinnsuche und Spiritualität. Kompetenzen vielleicht noch und Bildung im Alter. Was manchmal bei der Themenwahl hilft, sind offizielle Deklamationen wie der »Weltfrauentag« oder die »Dekade der Alphabetisierung«. Unsere letzte Redaktionssitzung fand am »Welttag des Whiskys« statt – auch ein gutes Thema für ein eigenes Heft.

In der Redaktion hat sich wieder einmal eine Veränderung ergeben: Prof. Dr. Ingeborg Schüßler, Professorin für Erwachsenenbildung und Bildungsmanagement an der PH Ludwigsburg, arbeitet nun auch bei der Themensuche und deren Realisierung in der EB-Erwachsenenbildung mit.

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EB 2 2016Zeitschrift EB 2/2016

Neue Formate

Aus der Redaktion

“Das ist doch uralt!”, “Wir hatten das früher auch schon – nur nicht im Internet!”. In der Redaktionssitzung zur thematischen Ausrichtung dieses Heftes herrschte Uneinigkeit wie lange nicht. Was ist eigentlich neu? Unsere Fernlern-Expertin am Tisch lächelt nur müde: Lernen, unabhängig von festen Zeiten und Räumen? Mit unterschiedlichen Medien? Ein ganz alter Hut. Filme auf YouTube? Ja, was war denn anders an den guten alten Sielmann-Filmen? Und das Telekolleg, aufgezeichnet auf VHS-Video? Entweder die Bildungsanbieter leben in der Vergangenheit – oder, und das ist die wahrscheinliche Variante – sie waren schon damals der Zeit voraus. Innovationen sind eben manchmal gar nicht so innovativ, und manche Neuerung kommt so schleichend daher, dass man es gar nicht merkt.

Bei unserer Zeitschrift gibt es jedenfalls eindeutige Neuerungen: Prof. Ulrich Papenkort von der Katholischen Hochschule Mainz arbeitet seit Anfang des Jahres in der Redaktion und der CDU-Politiker Dr. Hermann Kues, ehemaliger parlamentarischer Staatssekretär, im Beirat mit. Herzlich willkommen!

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EB_01_2016Zeitschrift EB 1/2016

Ehe, Partnerschaft und Familienbildung

Aus der Redaktion

Die Produktion einer Zeitschrift wie der EB Erwachsenenbildung ist echt Teamarbeit. Herausgeber, Redaktion, Beirat, Schriftleitung, Verlag und Druck kooperieren eng und verantwortungsvoll, um jedes Quartal ein Heft herauszubringen. Zentrale Schnittstelle bei den Abläufen ist die Person, die war nirgendwo richtig auftaucht, doch aber einen ganz wesentlichen Anteil an der gelungenen Abwickung hat: die Betreuung der Publikation im Verlag. Nun erscheint die Erwachsenenbildung mit dieser Ausgabe in einem neuen Verlag. Sonja Rosenberg ist diejenige im W. Bertelsmann Verlag, die über viele Jahre hinweg unsere Publikationen mit viel Geduld und Kompetenz begleitet hat. Noch fehlende Inhalte, letzte Letz-letzt-Änderungen, Verschiebungen der Abgabetermine, plötzliche Änderungen der Heftthemen, neue Layoutideen – sie hat dies alles mit unterschütterlicher Ruhe und Freundlichkeit gemeistert. Dafür wollen wir ihr Danke sagen – und vor allem dafür: Für das unbestechliche Verbannen von Fehlern und Unrichtigkeiten in die Hölle des Fehlerteufels, wo sie bis in alle Ewigkeit schmoren mögen.

Die EB Erwachsenenbildung erscheint nun ab diesem Heft bei Vandehoek&Ruprecht, einem Verlag, den es immerhin schon seit 1735 gibt. Wir freuen uns schon auf eine lange Zusammenarbeit.

Bei der Zusammenstellung dieser Ausage haben die familienbildung Deutschland – Katholische Bundesarbeitsgemeinschaft für Einrichtungen der Familienbildung und die AKF – Arbeitsgemeinschaft für katholische Familienbildung wesentlich mitgewirkt, insbesondere bei den Praxisberichten.

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