Zeitschrift EB – Archiv


EB 4/2018

Lernen und leben in der digitalen Welt

Sommerferien, Strandleben, Tage ganz ohne Nachrichten. Kein Drumpf weit und breit. Nur Möwen, Meer und ein unendlicher Horizont. Es ist ein Tag wie jeder andere, nur Lesen, Dösen, Genießen. Die Welt: weit weg. Dann von Ferne ein lautes Rufen, kaum hörbar, doch irgndwie vertraut. Ein Geräusch, das nicht in diese Welt von Sand und Wellenrauschen passt. Nach einiger Zeit wieder diese lauten Stimmen. Langsam setzt das Erinnerungsvermögen wieder ein. Hörte sich das nicht wie Jubeln? Fußball? Weltmeiserschaft? Endspiel? Nein, die Spiele waren doch immer am Abend. Im Feriendomizil lagen die passenden Utensilien für den ungestörten  Genuss des Fußballevents schon bereit. Trotzdem: Es bleibt eine seltsame innere Unruhe. Zwei Stunden verharre ich noch in vorgetäuschter Entspannungshaltung. Dann zücke ich mein E-Book: Ein verstohlener Blick zu meinen Miturlaubern, denen ich Internet-Enthaltsamkeit geschworen habe. Tatsächlich, das Gerät zeigt drei Balken für eine gute Verbindung an. Selbst der Strand hat freies WLAN! Es war ein tolles Spiel, verkündet die News-App. Das hat man von digitaler Abstinenz!

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EB 3/2018

Professionalität in der Erwachsenenbildung

Internationale Konferenz „Basic Skills“ in Berlin. Eine unglaubliche Hitze. Mitglieder aus unserer Redaktion betreuen im Rahmen des europäische Projekts „Let Europe Know about Adult Education“ eine Arbeitsgruppe: Journalismus- und Medieneinsatz in er Grundbildung. Unsere Working Group hat sich unter einen riesigen Sonnenschirm verzogen und analysiert Tageszeitungen. Hier und da gibt es Relevantes in Daily Mirror & Co über Adult Learning. Der heiße Wüstenwind lässt die kleinen Zeitungsschnipsel fast in Flammen aufgehen. Unsere Moderatorin gibt sich Mühe, schnelle kommt eine lebhafte Diskussion in Gang. Da meldet sich eine Niederländerin zu Wort und blickt fast mitleidig auf die sich langsam einrollenden Papierrelikte: Ihre Bildungseinrichtung mit rund 15 Mitarbeitern habe rund 20 Leute die sich ausschließlich um Medienarbeit kümmern; Facebook, WhatsApp und Co. Niederschwellige, zielgerichtete, milieutypische Ansprachen, Beauty, Kindererziehung, Kochen, Autos, Fußball. Verschiedene Sprachen. Vertrauen gewinnen. Dann Einladung zu Alpha- oder Sprachkursen, on- oder offline. Bewunderung macht sich breit. Ein Modul über den Einsatz von Onlinemedien in der Grundbildung hatten wir natürlich auch in unserem Curriculum-Programm. Da hätte man nur nichts so schön haptisch in einem Workshop unterm Sonnenschein ausschneiden können.

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EB 2/2018

Bildungsarbeit in der Pfarrgemeinde

Als ich neulich zur Vorbereitung dieses Themenhefts in der analogen Archivkiste kramte, da ist mir ein Text aufgefallen, den Julius Kardinal Döpfner 1969 verfasst hat. Eine Predigt zur zukünftigen pastoralen Situation auf dem Land. Passt doch zum Heft, zumal wir bei der Diskussion um die Erneuerungen der Pfarrgemeinden meistens nur das urbane Milieu im Blick haben. In der City können Menschen eben mal zum Chorgottesdienst fahren und abends die Fortbildung  für Ehrenamtliche im katholischen Bildungswerk in der Nachbarstadt nutzen. Auf dem Land? 1969 beklagte Döpfner schon einen deutlichen Priestermangel und einen “Wandel der ländlichen Welt” und eine “Neuorientierung der Seelsorge”. Eine Pfarrei bedarf einer ausreichenden Seelenzahl: “Man spricht  im ländlichen Raum von 3000 bis 6000 Seelen”, diese bilden dann die “Regionalpfarrei”. Eine kleinere “Einmannpfarrei” habe keine Zukunft. Von größter Bedeutung sei die Laienverantwortung. “Die Pfarrei darf keine Zentralpfarrei zur Befriedigung der religiösen Pflichten und Bedürfnisse werden (Tankstellenprinzip)”. 6000 Seelen? Davon dürfen die Verbünde von heute nur träumen.

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EB 1/2018

Demokratieentwicklung

Unsere Kultur ist christlich geprägt, auf diesen gemeinsamen Nenner könnte man sich wohl mit noch so radikalen Kirchenkritikern einigen. Ein lebendiger Beleg dafür findet sich im Rathaus von Oberhausen im Rheinland, wo die Bildserie in diesem Heft entstand. Die Stadt ist geprägt von jahrzehntelanger roter Lokalpolitik. Im wunderschönen Art-Deco-Rathaus befördert seit 1919 gleichwohl ein Paternoster die Stadtverordneten sicher und ohne, dass Stoßgebete nötig wären, mal nach oben, mal nach unten. 2015 drohte dem “Personenumlaufaufzug” das Aus, weil eine Sicherheitsverordnung des Bundesinnenministeriums der Christlichen Union kostspielige Sicherungsmaßnahmen notwendig gemacht hätten. Nach heftigen Protesten wurde die Bestimmung zurück genommen. Nun genügt ein Schild, das auf die Gefahren bei der Nutzung des Paternosters hinweist. Gott sei Dank.

Den Namen “Paternoster”hat der ufzug übrigens vom Rosenkranz, bei dem die Gebetsperlen ähnlich wie die Kabinen miteinander verbunden sind.

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EB 4/2017

Generationen lernen

Zitieren und zitiert  werden, das ist der eiwige Kreislauf der Wissenschaft. Die kleinen Fußnoten, diese unscheinbaren Nümmerchen und die höchstens in sieben Punkt gedruckten Literaturhinweise: Wer niemals mit seinem noch so wissenschaftlich wertvollen Werk Zugang zu einem solchen Appendix bekommt, der hat in der Welt der Gelehrsamkeit für alle Zeit verloren. Diese Arbeit wird höchstens in der Bibliothek der vergessenen Bücher Platz finden. Nur per Zitationsfortpflanzung wird das Wissen von (Buch-)Generation zu Generation weitergegeben.
In diesen Heft kommen mit Veronika Thalhammer, Julia Franz und Irmgard Schroll-Decker drei Autorinnen zu Wort, die unterschiedlichen Stadien ihrer wissenschaftlichen Karrieren vertreten. Sie bilden hier quasi ein Mehrgenerationenheft. Für die Erfahrenste mit der längsten Publikationsliste ist die Zitationswahrscheinlichkeit am höchsten. Das sieht man schon daran, dass sie bei uns im Praxisteil sogar mit einem Eingangszitat zu einem Beitrag geehrt wird – was sonst nur Weltverbesseren oder Päpsten vorbehalten ist. Das weise Alter zählt in der Wissenschaft also noch etwas!

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EB 3/2017

Sinnsuche

Wallfahrt, etwas unromantisch per Bus, zum heiligen Bruder Klaus in die Schweiz, der seinen 600. Geburtstag feiert. Als Friedensstifter, Eremit und Asket wird er bis heute verehrt. Ein Buch mit dem provokanten Titel “Was soll ich hier?” gibt Anlass zur Diskussion. Das ewige Brummen und Rumpeln des Setra mit seinen drei Millionen auf dem Tacho lässt kaum Tiefsinniges zu. “Gott!” brüllt es von hinten. “Anderen zu helfen, das ist doch der Sinn des Lebens”, merkt ein Kollege an, der sich bis dato ganz dem Baustellenstau auf der anderen Seite gewidmet hat. “Meditation, Klosterleben, Wallfahrten, Zen-Meditation – da suchen heute viele Menschen ihren Sinn im Leben.” Ein intensives Bremsmanöver unterbricht die Auseinandersetzung kurzzeitig. “Immer nur Altruismus, man sollte bitteschön auch dafür sorgen können, sein eigenes Leben nicht zu vergessen!” Der Kompromiss kommt von der Dame rechts: “Dann gibt es eben verschiedene Sinne zu verschiedenen Lebensabschnitten. Mal die Familie, der Beruf, die Entwicklung der eigenen Person….” Weiter kommt sie nicht. Der Küchenchef hat mit sich einer Platte voll köstlichem Wallfahrtskuchen vor den Diskutierenden aufgebaut: “Mit oder ohne Sahne?”

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EB_2_2017_01EB 2/2017

Geschichte (in) der Erwachsenenbildung

Nachlässe können faszinierende Fundgruben sein, aber auch Schauplätze vieler einsamer Stunden in Archiven. Unser Autor Reinard Hohmann hat sich nach Bonn ins Deutsche Institut für Erwachsenenbildung (DIE) begeben, um dort die Dokumente von Prof. Franz Pöggeler zu sichten. Allein 2.176 Seiten Tagebucheinträge. Man ahnt, dass dies nicht unbedingt vergnügungssteuerpflichtig ist. Die Arbeit der beiden kann man nur bewundern: Der eine schreibt so viele wertvolle Gedanken und Ideen nieder – und der andere dechiffriert und interpretiert sie später. Pöggeler hat diese Wertschätzung acht jahre nach seinem Tod absolut verdient. Er war einer der prägenden Figuren der Erwachsenenbildung nach dem Krieg. Er hat nicht nur 1954 unsere Zeitschrift ins Leben gerufen, sondern auch drei Jahre später die Bundesorganisation der katholischen Erwachsenenbildung mitbegründet, die also in diesem Jahr als KEB Deutschland ihren 60. Geburtstag begeht. Dies alles hat uns bewogen, ein Heft zum Thema “Geschichte” auf den Weg zu bringen, mit Themen aus unserer eigenen Geschichte, aber auch mit der Vermittlung von Geschichte.

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EB 1/17EB 1/2017

Nachhaltige Entwicklung

Der Treffpunkt unserer Beiratssitzungen sollte möglichst so gelegen sein, dass alle an einem Tag hin- und zurückreisen können. Da derzeit ein leichtes Übergewicht nord-westlicher Beiratsmitglieder besteht, wurde der Sitzungsort von Mainz nach Köln verlegt, in die Räume des Diözesanverbandes Köln der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung KAB. Hauptthema der Diskussion: die Gestaltung dieses Heftes über die nachhaltige Entwicklung. Sind die klassische Entwicklungshilfe und der Einsatz vieler Nichtregierungsorganisationen nur ein Instrument des Postkolomialismus und Ausdruck missionarischen Eifers? Werden ausbeuterische Marktstrukturen so zementiert statt aufgebrochen? Eine schnell arrangierte Telefonschalte nach Wien, zu unserem Partner in Österreich: Eine kritische und glaubwürdige Stimme – ja, die könnte aus Wien kommen. Die Argumente fliegen hin und her. In einer Ecke sind wie stumme Zeugen Materialien, Aufsteller und Transparente der KAB gelagert. Ungefragt gaben sie eine Antwort: Ja, es lohnt sich nicht nur, es ist unsere unbedingte Aufgabe, sich für Gerechtigkeit hierzulande und in der ganzen Welt zu engagieren!

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EB 4-16EB 4/2016

Europäische Werte

“Die ökumenische Bewegung (von Ökumene, griech. oikoumene, Erdkreis, die ganze bewohnte Erde) ist eine Bewegung von Christen, die eine weltweite Einigung und Zusammenarbeit der verschiedenen christlichen Kirchen anstrebt”, heißt es bei Wikipedia. Nun, den ganzen Erdkreis haben wir nicht abgedeckt, aber immerhin ein kleines Restaurant im Fernbahnhof Frankfurt, regelmäßiger Treffpunkt unserer Redaktion. Planungssitzung für dieses Heft 4. Mit am Tisch: die inzwischen pensionierte Redakteurin der evangelischen Zeitschrift “forum erwachsenenbildung”, Petra Herre und die Leiterin der Evangelischen Arbeitsstelle Fernstudium im Comenius-Institut, Dr. Gertrud Wolf. Beide haben die Heftpatentschaften dieser Ausgabe übernommen, lieferten Ideen, fragten potenzielle Autoren/-innen an, arbeiteten bei der Redaktion des Heftes mit. Eine fruchtbare Arbeit, denn manche gewohnte Rubrik ist in dieser Ausgabe den vielen, reichhaltigen Beiträgen gewichen (die Rubriken Praxishilfen und Publikationen sowie Internetrecherche).

Wie der Kontakt mit den beiden Heftpatinnen zustande kam? Über langjährige Zusammenarbeit in europäischen Projekten. Europa schafft Ökumene, wenigsten im Fernbahnhof Frankfurt.

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EB 3-16EB 3/2016

Teilnehmende

Es ist wie die Zusammenstellung eines guten Menüs: Welches Thema greifen wir als nächstes auf, wie komponieren wir deren Abfolge im Jahresverlauf? Gibt es aktuelle Fragen, die wir unbedingt bald bearbeiten sollten? Beirat und Redaktion unserer Zeitschrift verbringen manche kreative Stunde auf den Sitzungen, bis die Themen für die nächsten Ausgaben stehen. 2017 sind es historische Bildung, nachhaltige Entwicklung, Sinnsuche und Spiritualität. Kompetenzen vielleicht noch und Bildung im Alter. Was manchmal bei der Themenwahl hilft, sind offizielle Deklamationen wie der »Weltfrauentag« oder die »Dekade der Alphabetisierung«. Unsere letzte Redaktionssitzung fand am »Welttag des Whiskys« statt – auch ein gutes Thema für ein eigenes Heft.

In der Redaktion hat sich wieder einmal eine Veränderung ergeben: Prof. Dr. Ingeborg Schüßler, Professorin für Erwachsenenbildung und Bildungsmanagement an der PH Ludwigsburg, arbeitet nun auch bei der Themensuche und deren Realisierung in der EB-Erwachsenenbildung mit.

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EB 2 2016EB 2/2016

Neue Formate

Aus der Redaktion

“Das ist doch uralt!”, “Wir hatten das früher auch schon – nur nicht im Internet!”. In der Redaktionssitzung zur thematischen Ausrichtung dieses Heftes herrschte Uneinigkeit wie lange nicht. Was ist eigentlich neu? Unsere Fernlern-Expertin am Tisch lächelt nur müde: Lernen, unabhängig von festen Zeiten und Räumen? Mit unterschiedlichen Medien? Ein ganz alter Hut. Filme auf YouTube? Ja, was war denn anders an den guten alten Sielmann-Filmen? Und das Telekolleg, aufgezeichnet auf VHS-Video? Entweder die Bildungsanbieter leben in der Vergangenheit – oder, und das ist die wahrscheinliche Variante – sie waren schon damals der Zeit voraus. Innovationen sind eben manchmal gar nicht so innovativ, und manche Neuerung kommt so schleichend daher, dass man es gar nicht merkt.

Bei unserer Zeitschrift gibt es jedenfalls eindeutige Neuerungen: Prof. Ulrich Papenkort von der Katholischen Hochschule Mainz arbeitet seit Anfang des Jahres in der Redaktion und der CDU-Politiker Dr. Hermann Kues, ehemaliger parlamentarischer Staatssekretär, im Beirat mit. Herzlich willkommen!

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EB_01_2016EB 1/2016

Ehe, Partnerschaft und Familienbildung

Aus der Redaktion

Die Produktion einer Zeitschrift wie der EB Erwachsenenbildung ist echt Teamarbeit. Herausgeber, Redaktion, Beirat, Schriftleitung, Verlag und Druck kooperieren eng und verantwortungsvoll, um jedes Quartal ein Heft herauszubringen. Zentrale Schnittstelle bei den Abläufen ist die Person, die war nirgendwo richtig auftaucht, doch aber einen ganz wesentlichen Anteil an der gelungenen Abwickung hat: die Betreuung der Publikation im Verlag. Nun erscheint die Erwachsenenbildung mit dieser Ausgabe in einem neuen Verlag. Sonja Rosenberg ist diejenige im W. Bertelsmann Verlag, die über viele Jahre hinweg unsere Publikationen mit viel Geduld und Kompetenz begleitet hat. Noch fehlende Inhalte, letzte Letz-letzt-Änderungen, Verschiebungen der Abgabetermine, plötzliche Änderungen der Heftthemen, neue Layoutideen – sie hat dies alles mit unterschütterlicher Ruhe und Freundlichkeit gemeistert. Dafür wollen wir ihr Danke sagen – und vor allem dafür: Für das unbestechliche Verbannen von Fehlern und Unrichtigkeiten in die Hölle des Fehlerteufels, wo sie bis in alle Ewigkeit schmoren mögen.

Die EB Erwachsenenbildung erscheint nun ab diesem Heft bei Vandehoek&Ruprecht, einem Verlag, den es immerhin schon seit 1735 gibt. Wir freuen uns schon auf eine lange Zusammenarbeit.

Bei der Zusammenstellung dieser Ausage haben die familienbildung Deutschland – Katholische Bundesarbeitsgemeinschaft für Einrichtungen der Familienbildung und die AKF – Arbeitsgemeinschaft für katholische Familienbildung wesentlich mitgewirkt, insbesondere bei den Praxisberichten.

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EB 4/2015

EB_Zeitschrift_04_2015WillkommensBildung

Aus der Redaktion

Alljährlich treffen sich im Oktober Beirat und Redaktion derErwachsenenbildung, um gemeinsam die Themen für das darauffolgende Jahr zu besprechen. Dabei werden Ideen vorgeschlagen, gesellschaftliche und kirchliche Felder reflektiert, aktuelle Entwicklungen berücksichtigt. Eine lange Liste entsteht, die präzisiert, diskutiert und konkretisiert wird. Ganz anders beim Thema das vorliegenden Heftes: Im Oktober 2014 hörten wir wöchenlich von Hunderten Menschen, die im Mittelmeehr auf ihrem Weg nach Europa ums Leben kommen. Wir sahen mit Entsetzen die Untätigkeit der europäischen Länder, die sich in Nichtverantwortung zurückgezogen haben. Unser aller Betroffenheit ließ unmittelbar entscheiden, dass wir die flüchtenden Menschen in diesem Heft in den Blick nehmen.

Trotz der täglichen Nachrichten zu Problemen in der Unterbringung, dem Ringen um finanzielle Mittel, der Situation unbegleiteter Jugendlicher, dem hohen ehrenamtlichen Engagement, aber auch den Übergriffen auf Flüchtlingsunterkünfte und der Angst vor Fremden lässt der Blick in das Vorjahr begründete Hoffnung wecken. Europa ist es zumindest aktuell gelungen, das Sterben im Mittelmeer deutlich zu verringern. Veränderungen in Europa sind möglich. Die Ungeduld und der Druck der Europäerinnen und Europäer sind dafür der Motor. Deshlab lohnt sich ein Engagement auf allen Ebenen.

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EB_3_2015EB 3/2015

Die Kunst der Gastfreundschaft

Aus der Redaktion

Die jährlichen Mitgliederversammlungen der KEB Deutschland, Herausgeberin diese Zeitschrift, finden immer an wechselnden Orten statt, meist in katholischen Akademien. So lernt man die vielfältige Landschaft katholischer Erwachsenenbildung kennen. Manchmal muss man durch die ganze Republik fahren – und manchmal eben nicht. In diesem Jahr hatte die katholische Akademie “Die Wolfsburg” in Mülheim an der Ruhr eingeladen. Für den Redakteur dieser Zeitschrift ein Glücksgrif, liegt das schöne Haus am Waldrand doch nur ein paar Meter von seinem Zuhause entfernt. Die Tagung ist nicht nur Ort für Entscheidungen und Wahlen, sondern auch für Berichterstattung über die Arbeit. Zehn Minuten “Aus der Arbeit der Zeitschrift Erwachsenenbildung” sind immer fester Bestandteil des Programms. Diesmal war das Zeitverhältnis Anreise:Redezeit fast gleich. Da gab es schon viel schlechtere Quotienten.

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EB_2_2015EB 2/2015

Lernprozesse – Fokus Grundbildung

Aus der Redaktion

“Was steht auf der Tageskarte?” Fragende Gesichter. “Draußen, vor der Tür steht eine Tafel mit den Tagesgerichten!” Das EB-Redaktionsteam hat sich gerade zur Sitzung in einem Lokal im Frankfurter Fernbahnhof getroffen. Es ist Mittagszeit, alle haben Hunger, und wir wollen schnell anfangen. Da hilft nichts, einer muss los. Aufstehen, den ziemlich weiten Weg zu dieser Tafel nehmen, die ganz old school aussieht. Die faul Sitzengebliebenen witzeln schon: “Na, wird er sich alles merken können?” Richtig lernen zu könne, Dinge zu behalten und sie anschließend überzeugend zu kommunizieren, das sollte schließlich zum Kompetenz-Set eines jeden Erwachsenenbildners gehören. Nach einer Weile ist der ausgesandte Lerner zurück. “Und?” Ein Blick zur Decke: “Äh, was mit Fisch, und das andere, glaub ich, Fleisch!” Keine metakognitiven Strategien angewandt? Keine Bildmarken memoriert, keine emotional-biografische Parallelen geladen? “Leute, nehmt einfach Menü eins, das hört sich lecker an.” Alle stimmen zu. Vertrauen statt Wissen ist manchmal die beste Strategie.

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EB_1_2015EB 1/2015

Ethik und Medizin

Schon seit vielen Jahren fertig der Karikaturist Gerhard mester eine passende Zeichnung zum jeweiligen Heftthema an. Die Bildidee entsteht in einem wechselseitigen Prozess: Der erste Vorschlag kommt meist von uns, er modifiziert und setzt die Zeichnung dann in einem unnachahmlichen Stil um. Das funktioniert deswegen auch so gut, weil die EB aktuelle Themen aus Kirche und Gesellschaft im Blick hat. Bei der letzten Ausgabe nun ging um “Vielfalt”. Plötzlich rief er bei mir an: “Kann es auch was mit Papst Franziskus sein?” Er sei gerade im Papst-Flow, weil er ein Buch beim Benno-Verlag herausbringt. Klar, papst geht immer. Und so ist in unserer letzten Ausgabe eine Karikatur mit dem Papst als Bildungswerk-Dozenten und pünktlich vor Weihnachten das neuen Buch “Mensch, Franziskus” (Benno-Verlag, 6,95 €) erschienen.

Michael Sommer

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EB 4-2014EB 4/2014

Vielfalt erhalten

Es gibt sie, die richtig schönen Momente im Arbeitsleben. Wenn ein gelungenes Heft noch handwarm aus der Druckerei kommt oder ein lang zugesagter Artikel auf dem Tisch liegt. Neulich war wieder so ein Augenblick: Redaktionskollege Sebastian Lerch, bis dato wissenschaftlicher Mitarbeiter in Bamberg, vermeldete, dass er eine Juniorprofessur an der Universität Würzburg erhalten hat – just als Nachfolger unserer Redaktionskollegin Regina Egetenmeyer-Neher. Allgemeine Freude in der Runde. Doch damit nicht genug: Vater ist er zugleich auch geworden! Die Arbeit für die Erwachsenenbildung hat der doppelt Glückliche, der kurz zuvor noch unser Themenheft “Glück und Lebensqualität” (Heft 2/2014) konzipiert hatte, dennoch nicht vergessen und eine kritische Rezension über eine Festschrift für den Kompetenzforscher Volker Heyse verfasst (s. Seite 50).

Michael Sommer

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EB 3-2014EB 3/2014

Sozialraum

Der Sozialraum der EB-Redaktion ist ein Lokal im futuristischen Frankfurter Flughafenbahnhof. Wir kommen aus Nord und Süd, sitzen viele Stunden im ICE für gemeinsame kreative Stunden. Während unten die Züge zischen, diskutieren wir oben über Trends und Themen. Manchmal genüsslich akademisch, manchmal ganz praktisch über Autoren/-innen und Bildserien. Und dann kommt der Moment, vor dem sich alle fürchten – der Countdown, wenn der letzte Cappuccino getrunken ist. TERMINE! Die Kalender werden aufgeklappt: 35. Woche, Dienstag – Niete. 37. Woche, Donnerstag – Niete. Manchmal ein vereinzelter Treffer, aber dann kann wieder jemand nicht. Gut, dann 39. Woche, Freitag, von 15.35 bis 18.15 per Skype. O.K. Termin-Schiffeversenken beendet. Dann nächstes Mal kein schöner gemeinsamer Sozialraum mit Cappuccino.

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EB 2-2014EB 2/2014

Glück und Lebensqualität

Wer mit der Redaktion einer Zeitschrift beschäftigt ist, der muss gelegentlich schon mit unvermittelten Anrufen rechnen. “Jetzt weiß ich, was für mich das Glück ist!” Jane Dunker kommt aus Indonesien und ist die Fotografin, die dieses Heft mit ihren Bildern bereichert hat. Lange haben wir im Vorfeld schon darüber gesprochen, wie das Thema bildlich dargestellt werden kann: Bloß keine kitschverdächtigen Symbole wie kleine Schweinchen oder Hufeisen, keine inszenierten Werbebilder, keine Klischees. Aber was dann? Eines Morgens ihr Anruf:”Meine Einwanderungsurkunde!” Nun, wir reden noch eine Weile und sind uns einig: Ohne politische Rahmenbedingungen ist der Moment des Glücks nur ein kurzes Feuer im Dunkeln. Ein glückliches Leben braucht gute Verhältnisse!

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EB 01-2017EB 1/2014

Leitaspekte kirchlicher Erwachsenenbildung – ökumenisch gedacht

Sechzig Jahre gibt es unsere Zeitschrift jetzt schon – ein guter Anlass, dass Layout einer kleinen Überarbeitung zu unterziehen. Mithilfe eine Grafikers haben wir uns um große Entwürfe und kleine Details gekümmert, um die richtige Balance zwischen dem Erhalt des Gewohnten und sichtbarer Erneuerung zu finden. Gar nicht so einfach. Wir hoffen, es gefällt Ihnen! Zum Jubiläum haben wir auch Experten/-innen gebeten, ihre Vision über die Zukunft der Erwachsenenbildung abzugeben. Prof. Dr. Rolf Arnold macht den Anfang. Als wir das Heft auf einer Sitzung in Frankfurt konzipierten, entwickelte sich bald eine lebhafte Diskussion: Was ist eigentlich “katholische”, was ist “evangelische” Erwachsenenbildung, und wo lässt sich da Ökumene einordnen? Die Idee war geboren, einen solchen Dialog von zwei Bildungsprofis führen zu lassen und hier als Beitrag abzudrucken. So trafen sich Dr. Martin Bock und Dr. Hermann-Josef Heinz in der Melanchthon-Akademie in Köln und lieferten sich unter einem Bild von Melanchton eine spannende Diskussion, die so viel Einheit dokumentierte, dass man sich fragen kann: Wo ist das Trennende? Mit dabei Petra Herre, die als ehemalige Redakteurin der Zeitschrift der evangelischen Erwachsenenbildung “forum Erwachsenenbildung” dieses Heft wesentlich mitgestaltet hat.

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EB 0-2013EB 4/2013

Friedensbildung

Frieden? Da war doch mal was: NATO-Doppelbeschluss, Ostermärsche, Joan Baez – lange her. Brauchen wir die Friedensbewegung nicht mehr? Der bekannte Friedensforscher Dieter Senghaas sagt treffend im Vorwort seines neuen Buches “Frieden hören”, dass heute nicht mehr für die Anliegen der Friedensforschung elementar geworben werden muss. In allen Bildungsbereichen hätten die Themen der Friedensarbeit Einzug gehalten. Frieden zu fordern ist keine Protesthaltung mehr, sondern gehört zum Bildungsselbstverständnis. Wie aktuell das Thema ist, zeigt sich an den derzeitigen Bemühungen, in Kriegsregionen wie Afghanistan Strukturen einer Erwachsenenbildung zu etablieren. Unsere Autorin Katarina Popovic war selbst vor Kurzem dort, um eine Bildungseinrichtung auf den Weg zu bringen. Wir konnten sie gerade erwischen, als sie von einem ähnlichen Einsatz in Usbekistan zurückkam, um sie um einen text für dieses Heft zu bitten. Frieden braucht Einsatz, aber möglichst keinen militärischen!

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EB 3-2013EB 3/2013

Sterben, Tod und (Un-)Endlichkeit

Als wir dieses Heft planten, hatten wir uns vorgenommen, den Bestatter Fritz Roth um einen Beitrag zu bitten. Seine neue Art, mit dem Sterben und der Trauer umzugehen, hatte uns inspiriert, sich näher mit diesem Thema zu befassen. Dazu ist es leider nicht mehr gekommen; denn Fritz Roth ist selbst überraschend an Krebs gestorben. Zu seinem Gedenken haben sich nun seine Kinder bereit erklärt, einen Text über die besondere Lebensleistung des Vaters zu verfassen. Ebenso bewegend ist das Interview mit Theologieprofessor Albert Biesinger, der selbst ein Nahtoderlebnis hatte und darüber hinaus ausführlich berichtet. Wir sehen. der Tod umgibt unser Leben – mehr als wir denken. Eindrucksvoll ist auch die Analyse von Andreas Kruse über den Umgang mit dem Tod in der Geriatrie und am Beispiel von Johann Sebastian Bach. Dieter Nittel bricht das Thema hingegen auf die Arbeit der Erwachsenenbildung herunter, und zahlreiche Beispiele aus der Praxis illustrieren die Vielfalt der Arbeit vor Ort.
Bei der Konzeption des Heftes hat die Kommission Altenbildung der KEB wesentlich mitgewirkt. Wertvolle Einblicke in die Arbeit eines Hospizes hat dankenswerter Weise Johannes Kevenhörster, Leiter des Hospizes St. Hildegard in Bochum, gegeben.

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EB 2-2013EB 2/2013

Körper und Ästhetik

“Wer schön sein will muss leiden” – Wer sich die Texte in diesem Heft durchliest, wird merken: Es gibt viel Leid um den Leib. Die Artikel in der Rubrik “Thema” beschäftigen sich hauptsächlich mit wissenschaftlich-theoretischen Fragestellungen rund um den Körperkult: Otto Penz und Robert Gugutzer sind bekannte Autoren auf diesem Feld, Ingrid Pfeiffer beleuchtet das Thema aus der Perspektive Ethik und Bildung, während Volker Caysa einen philosophischen Ansatz hat. Die Umsetzung in der Erwachsenenbildung wird hauptsächlich in den Praxis-Artikeln dargestellt. Hier werden auch die rollenspezifischen Aspekte deutlich.
Außerdem beginnen wir mit dem Heft eine kleine Reihe über Institutionen der katholischen Erwachsenenbildung und drucken einen nachdenklich machenden Text über Rechtsextremismus im katholischen Milieu und die Möglichkeiten, diesem mit Erwachsenenbildung zu begegnen, ab.

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EB 1-2013EB 1/2013

Ehrenamt/Freiwilliges Engagement

Warum soll man sich freiwillig engagieren? Das Leben mit seinen vielen Verpflichtungen rund um Beruf und Familie ist schon anstrengend genug. Aus den Statistiken lernen wir. Das reicht vielen Menschen nicht. Der Wunsch nach erfüllender, sinnvoller Tätigkeit ist bei vielen groß, und auch an Gelegenheiten und Strukturen mangelt es nicht, unter den vielen Möglichkeiten des Engagements etwas Passendes herauszufinden.
Die Autor/-innen dieses Heftes gehen das Thema aus unterschiedlicher Perspektive an: aus der Sicht der Erwachsenenbildung (Sandra Habeck), Theologie (Judith Könemann) und Sozialforschung (Thomas Gensicke). Hinzu kommt ein Beitrag von Ute Paulweber aus Österreich. Die EB greift zwar schon immer Themen aus Österreich auf, aber ab dieser Ausgabe steuert das Forum Katholische Erwachsenenbildung immer rund vier Seiten bei. Wir freuen uns auf eine gute Kooperation und auf die Erweiterung unseres Blickfelds! Neu ist außerdem eine Seite direkt nach dem Editorial, auf der die wichtigsten Aspekte des jeweiligen Themas schlaglichtartig beleuchtet werden, damit die Leserinnen und Leser einen kompakten Überblick erhalten können.

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