Generationen lernen gemeinsam: Nachhaltigkeit

Zeitrahmen: Januar 2007 – Juni 2008
Projektleitung: Norbert Frieters-Reermann
Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Annette Scheunpflug, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg; Julia Franz, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Träger: KEB Deutschland
Gefördert durch: Bundesministerium für Bildung und Forschung


Lernprozesse zwischen Generationen verschwinden aus dem Alltag durch das Aufbrechen traditioneller Familienstrukturen. Auf der anderen Seite gibt es wenig aufbereitete und dokumentierte Erfahrung, wie es in der Praxis mit den neuen Gegebenheiten im intergenerationellen Lernen funktionieren könnte. Zudem sind altersübergreifende Kontakte und Lernprozesse nicht nur für den einzelnen lebenswichtig, sie sind auch für die Weiterentwicklung einer solidarischen, lebensfreundlichen Gesellschaft unverzichtbar.

Vor diesem Hintergrund entstand im Jahre 2006 die Idee zu dem Projekt „Generationen lernen gemeinsam: Nachhaltigkeit“. Der Themenschwerpunkt wurde gewählt aufgrund der Notwendigkeit eines Umdenkens und der Bewahrung der Umwelt für kommende Generationen, also ein Thema, das alle beschäftigt. Zentrales Element des Projektes „Generationen lernen gemeinsam: Nachhaltigkeit“ war eine 18-monatige Fortbildung für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der Erwachsenenbildung. Die KEB Deutschland (damals KBE) schaffte es, insgesamt 15 Projektstandorte bundesweit zu sensibilisieren und zu befähigen, eigene intergenerationelle Projekte umzusetzen.

Ziele des Projektes waren:

die Qualifizierung von ReferentInnen der Erwachsenenbildung in Bezug auf die methodische Erschließung von Lernangeboten und -anregungen für intergenerationelles Lernen zum Thema Nachhaltigkeit,
Sensibilisierung der Bildungsinstitute für intergenerationelle Bildung und Konsequenzen für die Gestaltung der Lernumgebung
sowie daraus folgend eine Änderung der Programmentwicklung auf Basis der gefundenen Ergebnisse der durchgeführten Projekte an den Standorten.
Das Projekt wurde wissenschaftlich begleitet. Dadurch sollte evaluiert werden, inwiefern die Fortbildung die Professionellen der Erwachsenenbildung zur Initiierung von intergenerationellen Lernprozessen befähigt. Während der Konzeptentwicklung fand wissenschaftliche Beratung statt, die Fortbildungsphase wurde begleitet und beobachtet, um dann die Projekte selbst individuell zu begleiten und zu dokumentieren. Die Ergebnisse wurden interpretiert und in Form eines Handbuchs veröffentlicht.

Als Fazit der Projekte zeigte sich, dass keine neue, intergenerationelle Didaktik benötigt wird. Vielmehr geht es darum, Lernumgebungen im Sinne einer neuen Lernkultur anzubieten und den Teilnehmenden ausreichend Möglichkeit zur Selbsterarbeitung von Themen zu geben. Intergenerationelles Lernen ist einfach in den Alltag der Erwachsenenbildung einzubinden, wenn die nötige Sensibilisierung für die unterschiedlichen Generationen vorhanden ist.


Weitere Informationen finden Sie im Handbuch:
EB Buch No 28
Eva-Maria Antz, Julia Franz, Norbert Frieters, Annette Scheunpflug, Markus Tolksdorf
Generationen lernen gemeinsam
Theorie und Praxis intergenerationeller Bildung.